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Lagerung von Leiterplatten
A Einflussfaktoren auf die Leiterplattenqualität nach Auslieferung ab Werk Die in der Leiterplattenproduktion eingesetzten Materialien haben neben den erwünschten Eigenschaften auch unerwünschte. Eine Handhabung der Platinen entsprechend unseren folgenden Empfehlungen soll helfen, die genannten Probleme zu vermeiden. Einflussfaktoren sind:
Die Oberfläche der Leiterplatte bestimmt die Lagerfähigkeit im Wesentlichen. Zwischen allen Metallschichten laufen chemische Prozesse ab, bei denen sich intermetallische Phasen ausbilden. Gelangen diese an die Oberfläche der Schutzschicht, verliert sie ihre Schutzeigenschaft und die Lötbarkeit kann vollständig verloren gehen. Wir bieten die folgenden Oberflächen an:
Geometrische Veränderungen sind Verwindungen und Verwölbungen. Auch wenn die Leiterplatten unser Haus in einwandfreiem Zustand verlassen, so kann es gerade bei besonders dünnen Materialien oder bei unsymmetrischen Aufbauten des Leiterbildes zu diesen Erscheinungen kommen. B Empfehlungen zur Handhabung LAGERUMGEBUNG DER PLATINEN Leiterplatten sollten allgemein in beheizter Umgebung gelagert werden, wobei eine Temperaturkonstanz bis kurz vor der Lötung gewährleistet sein muss. Ein rapider Temperaturabfall von mehr als 7 Grad Celsius kann schon zur Kondensation auf den verpackten Platinen führen. Es muss gewährleistet sein, dass die Luftfeuchtigkeit niemals 65 % überschreitet. Die Platinenverpackung muss unter allen Umständen unversehrt bleiben. Für den Erhalt der Geometrie lagern Sie die Platinen möglichst eben und belassen Sie sie möglichst lang in ihrer Verpackung. Bei sehr dünnen und sehr ungleichmässig metallisierten Leiterplatten legen wir festere Materialien zwischen die Einzelteile. Bitte entfernen Sie diese in Ihrem Prozess so spät wie möglich LAGERZEIT Die Lagerzeit von Leiterplatten sollte so kurz wie möglich sein. Der Verbrauch der Platine erfolgt am besten nach dem first-in-first-out-Prinzip. Die Kunststoffumhüllung sollte so kurz wie möglich vor der Bestückung entfernt werden. Im Falle von Restmengen sollten die Platinen erneut eingepackt und mit Tesafilm oder durch Einklemmen der Folie zwischen zwei Platinen verschlossen werden. Um Luftzug zu vermeiden, ist es ratsam, diese Pakete in Kisten luftdicht zu verschließen. Bitte geöffnete Pakete zuerst verbrauchen. LÖTTEST Unterziehen Sie Leiterplatten, die mehrere Monate gelagert wurden und deren Transportumstände nicht schlüssig zu klären sind (Transport der Ware erfolgt bei jeder Temperatur und bei jedem Wetter!), unbedingt einem Löttest, der den Umständen des für die Platinen vorgesehenen Lötprozesses entspricht. TROCKNEN Wegen der meist nicht nachweisbaren Lagerumstände empfehlen wir stets das Trocknen der Ware in einem Ofen, und zwar:
Die Leiterplatten sollten vertikal in einem Rack getrocknet werden. Niedrigere Trocknungs-temperaturen sind auch möglich, dabei muss aber die Zeit verlängert werden. Die Verarbeitung der Platinen sollte unter allen Umständen sofort danach beginnen, da die hygroskopischen Stoffe weiterhin enthalten sind. Begrenzen Sie die Zeit zwischen dem Trocknen und der Verlötung auf 48 Stunden.
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